Deutschlandpokal und Leonteq Biathlon Cup am Notschrei | Biathlon Arena Lenzerheide

Deutschlandpokal und Leonteq Biathlon Cup am Notschrei

Artikel - Deutschlandpokal und Leonteq Biathlon Cup am Notschrei

Amy Baserga deklassiert die weibliche Konkurrenz, Niklas Hartweg dominiert die männliche Jugend
  • Niklas Hartweg, Biathlon Stützpunkt Ostschweiz
  • Amy Baserga, Biathlon Stützpunkt Ostschweiz
  • Cheftrainer Michael Greis mit seinen Athleten

Beim Biathlonwochenende am Notschrei (DE) wurde neben dem Leonteq Biathlon Cup gleichzeitig der Deutschlandpokal durchgeführt. Rund 50 Schweizer Athletinnen und Athleten konnten sich mit etwa 200 Deutschen Athleten vergleichen. Über beide Renntage hinweg dominierten die BSO-Athleten Amy Baserga und Niklas Hartweg.

Für eine im Schweizer Biathlon völlig neue Wettkampfform sorgte der Deutsche Skiverband mit dem Crossbiathlon am Samstag. Auf den kurzen Laufrunden von 1,0 (Damen) bzw. 1,3 km (Herren) waren verschiedene Crosselemente eingebaut. Neben erhöhten koordinativen Anforderungen galt es besonders im Schiessstand mit dem hohen Puls der intensiven Belastung auf der Laufrunde klarzukommen.

Niklas Hartweg sorgte am Samstag sowohl mit einem trotz dichten Nebels gutem Schiessen (0-1) als auch einer sehr schnellen Laufzeit für Aufsehen. Er gewann mit über 20 Sekunden Vorsprung in der Jugend II vor dem deutschen Drittplatzierten der Jugendweltmeisterschaft Danilo Riethmüller und wurde auch noch Gesamttagesdritter. Lediglich zwei deutsche Herren waren schneller. Laurin Fravi und Gion Stalder komplettierten das Schweizer Podest, Cléo Greb erreichte Rang 5. Bei der Verfolgung am Sonntag lief es bei Niklas Hartweg im Schiessstand nicht ganz rund (1-1-3-1), doch ein nervenstarkes letztes Schiessen, bei dem er etwas Rückstand auf Riethmüller hatte, und die beeindruckende Laufleistung bescherten Niklas erneut einen souveränen Sieg. Rang 2 ging dank sehr schneller Laufzeit erneut an Laurin Fravi.

Bei den Junioren verpasste Gian-Fadri Jäger am Samstag trotz sehr guter Schiessresultate (0-1) das Podest und wurde 4. Robin Favre hingegen schoss sich regelrecht aus dem Rennen um die Podestplätze (2-4). Trotzdem zeigte er sich mit dem Resultat zufrieden, da die Laufleistung aufwärtsgeht. «Ich bin wieder da», so Favre. Und er sollte Recht behalten. Beim Verfolger stimmte dann auch die Schiessleistung (0-0-0-1) und Robin Favre freute sich über seinen ersten Podestplatz.

Der weibliche Shootingstar des Wochenendes heisst Amy Baserga. Die Einsiedlerin gewann in der Jugend II sowohl den Crossbiathlon am Samstag als auch den Verfolger am Sonntag mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Aline König, die Zweitplatzierte der Schweizer Wertung am Sonntag, erreichte die Ziellinie über 5 Minuten nach der Einsiedlerin. Michael Greis, Cheftrainer des BSO Teams zu den Schweizer Überflieger: «Amys und Niklas Leistungen können gar nicht hoch genug eingestuft werden – sogar bei den Deutschen Kollegen haben die Beiden für Aufsehen gesorgt.»

Vivienne Sommer zeigte an beiden Wettkampftagen solide Leistungen und belegte beim Crossbiathlon in der Jugend I den 3. Rang und beim Verfolger dank weniger Fehler (0-1-2-0) ebenfalls Rang 3.

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