Grillplausch Lenzerheide – Biathlon Arena

Simply barbecued – but slightly different

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In der Roland Arena wird der Trainingsstützpunkt Graubünden aufgebaut; Der Aufbau des Trainingsstützpunkts Graubünden ist dabei ein wichtiges Puzzleteil im Förderkonstrukt und der Professionalisierung der Nachwuchsförderung von Swiss Cycling. Es wird damit eine grosse Lücke geschlossen, da von nun an jeder grössere Landesteil über einen eigenen Stützpunkt verfügt und damit ein eigenes Talentsichtungs- und förderzentrum betreut.

Lenzerheide hat sich als Bike-Destination etabliert und die Roland Arena bietet dabei ein ausgezeichnetes Gesamtpaket. Auf der multifunktionalen Anlage lassen sich die Bedürfnisse von Nachwuchsathleten und Spitzensportlern befriedigen. 

Ansprechpartner

Lieni Widmer
Voia da Bual 1
CH-7083 Lantsch/Lenz
+41 79 825 48 25
tsp@biathlonarena.ch

3. März 2021, Medienmitteilung: Swiss Cycling und Roland Arena kooperieren

SWISS CYCLING UND SWISS ORIENTEERING KOOPERIEREN MIT DER ROLAND ARENA

Der nationale Verband für Radsportler «Swiss Cycling» und der Schweizer Orientierungslaufdachverband «Swiss Orienteering» gehen mit der Roland Arena in Lantsch/Lenz eine Kooperation ein respektive vertiefen die bisherige Zusammenarbeit. Die beiden Verbände mit insgesamt 25‘000 Mitgliedern setzen auf die Feriendestination Lenzerheide. Swiss Cycling lanciert in Lenzerheide zudem den «Trainingsstützpunkt Graubünden» und erweitert damit die Sportvielfalt der Roland Arena.

Die kürzlich publizierte Namensänderung von der Biathlon Arena Lenzerheide zur Roland Arena wurde mit der Angebotserweiterung für neue Sportarten gekoppelt. Nun stehen die ersten zwei Sportverbände fest, die davon Gebrauch machen: Swiss Cycling und Swiss Orienteering haben sich entschieden, künftig vermehrt Trainingslager in der Roland Arena durchzuführen und von der Infrastruktur zu profitieren. Die Arena ist damit nicht nur die einzige weltcuptaugliche Biathlonanlage der Schweiz, sondern auch die einzige multifunktionale Sportarena auf 1‘400 m ü. M. «Wir freuen uns, die beiden top vernetzen Sportverbände künftig bei uns begrüssen zu dürfen und ihnen bestmögliche Trainings- und Vorbereitungsaufenthalte zu ermöglichen», sagt Silvio Baselgia, Geschäftsführer Competition & Performance in der Roland Arena.

Swiss Cycling mit regionalem Trainingsstützpunkt
Die Feriendestination Lenzerheide ist bekannt als Mountainbike- und Radsportmekka. Insbesondere als Austragungsort von Cross-Country und Downhill Weltcup-Rennen sowie der UCI MTB World Championships 2018 hat sich der Bündner Ferienort einen Namen gemacht. Künftig setzt Swiss Cycling auf noch mehr Bergluft und baut in der Roland Arena den «Trainingsstützpunkt Graubünden» auf. Ebenfalls entsteht in der Roland Arena ein Bikecontrol-Hub. Das Bildungsprojekt von Swiss Cycling will Kinder im Alter von 6-16 Jahren für das Velofahren begeistern. Der Bündner Lieni Widmer besetzt in einem Teilpensum die neu geschaffene Stelle und nimmt die Aufbauarbeiten in Angriff. Thomas Peter, Geschäftsführer von Swiss-Cycling: «Lenzerheide hat sich als Bike-Destination etabliert, und die Roland Arena bietet ein ausgezeichnetes Gesamtpaket. Die multifunktionale Anlage wird den Bedürfnissen von Nachwuchsförderung und Spitzensport gerecht.»

Swiss Orienteering mit Heim-WM 2023 im Visier
Auch der nationale Verband der Orientierungsläufer hat mit der Roland Arena eine Vereinbarung unterzeichnet und absolviert neu diverse Trainingslager in der Bündner Feriendestination. Speziell die Disziplin Ski-OL soll in der Schweiz nachhaltig einen Schritt vorwärtskommen. Die neue Partnerschaft mit der Roland Arena ermöglicht Swiss Orienteering zudem den Aufbau eines neuen Nationalen Leistungszentrums. Dies ergibt eine ideale und einmalige Möglichkeit, um den Ski-OL nachhaltig zu fördern und weiterzuentwickeln.
Christine Lüscher-Fogtmann, Bereichsleiterin Leistungssport von Swiss Orienteering, betont: «Die Roland Arena bietet eine in der Schweiz einzigartige Trainingsumgebung für das Ski-OL-Kader, wodurch wir langfristig das Niveau im Ski-OL auch international steigern möchten. Wir freuen uns deshalb sehr auf die Zusammenarbeit mit der Roland Arena.» Swiss Orienteering wird sich in der Roland Arena hinsichtlich der Fuss-OL WM 2023 in Flims/Laax zudem ideal auf die Heimspiele vorbereiten können.

17. April 2021, Artikel Bündner Zeitung: Nachholbedarf im Mountainbike-Eldorado

Nachholbedarf im Mountainbike-Eldorado

Graubünden gilt wegen seiner Topgrafie als ideales Mountainbike-Gebiet. Trotzdem existiert eine Lücke bei der Nachwuchsförderung.

Während sich der Winter hartnäckig und mit aller Macht gegen den aufziehenden Frühling auflehnt, denkt in den Gemäuern der neu den Namenssponsor Roland tragenden Biathlon Arena in Lantsch/Lenz Silvio Baselgia einen Schritt weiter. "Nur durch den Biathlonsport lässt sich unsere grosszügig konzipierte Infrastruktur nicht auslasten", sagt der Geschäftsführer der Anlage, "wir suchten deshalb vor allem für den Sommer nach neuen Wegen der Auslastung."

Gefunden wurde eine Kooperation mit dem Schweizer Radverband Swiss Cycling. Seit Januar wird in Lantsch/Lenz ein Bündner Trainingsstützpunkt für den Nachwuchs im Schweizer Radsport aufgebaut. Es ist ein Schritt auf dem Weg zur Multifunktionsanlage. Weitere Sportarten sind laut Baselgia vor Ort durchaus willkommen. "Platz wäre da", sagt er. Dabei wird wohl auch eine Rolle spielen, wie sehr sich das neue Radsport-Engagement bewähren wird. 

Hier kommt Lieni Widmer ins Spiel. Der 33-jährige ist ein Kenner des Radsports. Seine Vorliebe ist das Mountainbike, wo er sich als Aktiver auf den Cross-Country-Strecken einst in jungen Jahren als Nachwuchsathlet Duelle mit dem ein Jahr älteren Nino Schurter geliefert hatte. Die gingen zwar zumeist klar für den laut Widmer "schon immer mit einem aussergewöhnlichen Talent gesegneten" Olympiasieger aus, wie Widmer mit einem Lachen im Gesicht erwähnt. An Widmers Affinität für den Mountainbikesport änderte dies nichts. Später wechselte er nach der Aktivkarriere fliegend die Fronten und mutierte zum Trainer. Und nun wurde er von Swiss Cycling angefragt, ob er den Posten eines Leiters des neuen Trainingsstützpunktes in Graubünden mit einem 20-Prozent-Mandat übernehmen will. Widmer wollte. Ihn reizt die neue Aufgabe durchaus.

Es tönt auf den ersten Blick ein wenig grotesk, ist aber definitiv wahr: Ausgerechnet im erklärten Mountainbike-Kanton Graubünden klaffte bislang eine Lücke bei der Talentförderung. "Wir waren an den Nachwuchsstützpunkt Ostschweiz angegliedert. Das war keine befriedigende Lösung. Es ergibt wenig Sinn, die weite Reise beispielsweise aus Davos oder St. Moritz für einen Zusammenzug nach Appenzell zu unternehmen", sagt Widmer. Diese Problem kann nun eingedämmt werden. Widmer bietet zumeist am Mittwochnachmittag Trainingseinheiten für den Nachwuchs im Kanton an. Oft finden diese im geografisch günstig gelegenen Bike-Park in Thusis statt. Der Standort Lantsch/Lenz ist vor allem für ebenfalls angedachte mehrtägige Trainingseinheiten vorgesehen. Die Einheiten sind als Ergänzung zum primär in den örtlichen Vereinen, aber auch individuell absolvierten Training vorgesehen. "Es geht hier um ein Miteinander. Wir schätzen die Arbeit der Klubs und wollen sie keinesfalls konkurrenzieren", stellt Widmer klar.

Vielseitigkeit fördern
Trotzdem sieht Widmer einen Bedarf für zusätzliches Training. Er sieht primär Nachholbedarf bei der Fahrtechnik, die besonders breit abgestützt geschult werden soll. "Wir wollen zudem die Vielseitigkeit auf dem Rad fördern", sagt Widmer. Angesprochen werden explizit nicht bloss Athletinnen und Athleten aus dem Mountainbike. Es entsteht ein Trainingsstützpunkt für den Radsport generell, der beispielsweise auch einen späteren Wechsel auf die Strasse oder die Bahn beinhaltet. "Wir sind aber aufgrund der Berge und den von den zahlreichen Tourismusdestinationen im Kanton angelegten Strecken schon primär fürs Mountainbike prädestiniert", so Widmer.

Das Angebot richtet sich an Nachwuchsathletinnen und Athleten von rund zehn bis 18 Jahren. Die ersten Erfahrungen sprechen durchaus für einen Bedarf des neuen Projekts. Widmer schult rund 25 Nachwuchskräfte - vom Neueinsteiger bis zu Lorena Cadalbert, Mitglied des Nationalkaders.

Engmaschiges Netz
Der studierte Sportwissenschaftler Widmer ist auch beruflich mit Sport beschäftigt. Bei Graubünden Sport ist er im Bereich Jugend und Sport für die Organisation der Aus- und Weiterbildung der Trainer zuständig. Durch eine Reduktion des Arbeitspensums schafft er sich den Raum, um am 1. Juni im 20-Prozent-Mandat bei Swiss Cycling loslegen zu können. Parallel dazu treibt er seine Trainerausbildung in Magglingen voran. Nach dem A-Diplom strebt er die Ausbildung zum Profitrainer an. Doch aktuell freut er sich primär auf seine neue Aufgabe bei Swiss Cycling. Er sagt: "Ich sehe viel Potenzial im Kanton. Wir hoffen, durch das zusätzliche Angebot ein noch engmaschigeres Netz aufzuziehen und zu verhindern, dass uns ein mögliches Talent für den Radsport entgeht."

17. April 2021, Bündner Zeitung, Johannes Kaufmann