Erweiterung Rollskibahn | Biathlon Arena Lenzerheide

Erweiterung Rollskibahn

Article - Erweiterung Rollskibahn

Ein nachhaltiger Betrieb ist auch für die Biathlon Arena Lenzerheide AG das oberste Ziel. Diese setzt ein professionelles, ganzjähriges Angebot voraus. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte hat das Unternehmen das Angebot in Teiletappen bis heute stets nachhaltig ausgebaut. Ein nächster Meilenstein soll nun folgen - die Erweiterung der Rollskibahn von 1.6km auf 5.2km. Mittels dieser Massnahme kann ein nachhaltiger Betrieb, unter Berücksichtigung verschiedener Interessen (z.B. Naturschutz), gewährleistet werden.

Die Biathlon Arena Lenzerheide ist die erste fix installierte Biathlon Anlage der Schweiz und hat zwischenzeitlich den Status einer internationalen Sportstätte erlangt. Im Dezember 2013 wurde in Lantsch/Lenz die Arena eröffnet. Sie ist ein wichtiges Trainings- und Wettkampfzentrum für nationale und auch internationale Mannschaften. Den Kern der Biathlon Anlage bildet die vollautomatische HoRa-Schiessanlage. Sie umfasst 30 weltcupkonforme Standplätze (50 Meter Schussdistanz) mit einem Kontrollgebäude. 20 Scheibenplätze können nach Bedarf für Trainings oder Wettkämpfe mit Luftgewehren (10 Meter Schussdistanz) umgenutzt werden. Im Herbst 2015 wurde die Snowfactory erstellt, wodurch ein frühzeitiger Saisonbeginn ermöglicht wird.

Im Winter stehen sieben beschneite Langlaufrundstrecken von 500 Metern bis zu 4 Kilometern sowie eine
150 Meter lange Strafrunde zur Verfügung. Die Arena ist bestens in das grosse existierende Loipennetz, das über 56 km lang ist, integriert. Für Rollskitrainings im Sommer besteht die Möglichkeit, die 1.6 Kilometer lange Runde auf der Anlage zu nutzen, oder für Ausdauereinheiten bieten sich diverse Routen in der Umgebung an.

Die zentrale Lage der Region Lenzerheide, inmitten der Alpen, ist für Athleten wie auch für die Zuschauer optimal. Zürich ist nur 130 Kilometer, Mailand 255 Kilometer, München 300 Kilometer und Frankfurt 565 Kilometer entfernt. Die Biathlon Arena Lenzerheide ist im Sommer und auch im Winter für National- und Regional-Mannschaften als Vorbereitung auf die Wettkampfsaison, für Vereine und Clubs zur Durchführung von Trainingscamps, aber auch für Gruppen und Firmenevents die perfekte Wahl.

Vorstellung und Ziel Revisionsprojekt
Die Erweiterung der Rollskibahn wird zwingend notwendig, damit die Auslastung des Betriebes in den Sommermonaten erhöht und in der Folge der Betrieb, der im Moment noch defizitär ist, kostendeckend und wirtschaftlich geführt werden kann. Die Folge daraus wird sein, dass die Logiernächte in der ganzen Ferienregion Lenzerheide zusätzlich gesteigert werden können. Die Verlängerung der Rollskibahn von heute 1.6 km auf neu maximal 5.2 km führt dazu, dass die internationale Reputation der Biathlon Arena Lenzerheide gesteigert werden kann. Denn dadurch entwickelt sich diese Rollskibahn zur längsten Anlage auf über 1'400 m ü.M. Die internationalen Spitzenathleten bzw. Nationalmannschaften werden in der Folge zukünftig optimale Bedingungen für Höhentrainingslager im Sommer vorfinden. Diese Erweiterung ist folglich für die Biathlon Arena Lenzerheide systemrelevant, da sie mitunter auch neue Märkte z.B. in Deutschland erschliessen kann.

Die Erweiterung der Rollskibahn ist eines von insgesamt vier Revisionsprojekten, die die Gemeinde Lantsch/Lenz in Zusammenarbeit mit der Biathlon Arena Lenzerheide ausgearbeitet hat. Die Massnahmen, die allesamt auf den nachhaltigen Betrieb der BAL einbezahlen, wurden aus der fünfjährigen Betriebserfahrung generiert. Das Ziel der Revision ist die Sicherstellung der ortsplanungsrelevanten Massnahmen.

Die wichtigsten Revisionsinhalte sind:

  • Die bestehende Rollskibahn soll auf mindestens 5 km Gesamtlänge erweitert werden. Die Linienführung soll soweit als möglich entlang bestehender Wege oder Loipen geführt werden. Dem Umweltschutz ist entsprechend Rechnung zu tragen.
  • Mittels neuer Ortsplanungszonen sollen Veranstaltungen sowie die dafür benötigte temporäre Infrastruktur (Parkierungsmöglichkeiten, Verpflegungsstände etc.) langfristig sichergestellt werden.
  • Es sollen unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungsinteressen und des Umweltschutzes die Grundvoraussetzungen für einen Motorik-Park in der unmittelbaren Nähe des Nordic Houses geschaffen werden.
  • Die Snowfactory ist für die Schneesicherheit der BAL entscheidend. Heute wird der Schnee auf einem Kiesplatz gelagert und danach verteilt. Der Kiesplatz führt zu Verunreinigung des Schnees durch Kies. Es sollen die Voraussetzungen für eine Befestigung des Lagerplatzes geschaffen werden.

Als zentrales Element für den wirtschaftlichen Betrieb gilt die Erweiterung der Rollskibahn. Die Gemeinde und die BAL unternahmen grosse Bemühungen, um die Linienführung unter Berücksichtigung der Befahrbarkeit (Längsgefälle) so festzulegen, dass Auswirkungen auf Naturschutzobjekte auf ein Minimum reduziert werden. Die Durchführung von Veranstaltungen soll mittels neuer Zonen gesichert werden. Sie dienen temporärer Infrastrukturen wie Tribünen und Parkplätze. Die Grundvoraussetzung für den Motorik-Park soll ebenfalls mittels einer neuen Zone geschaffen werden. Der Schneelagerplatz soll in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen überführt werden. Die geplanten Massnahmen sind von grossem öffentlichem Interesse, zumal es sich bei der BAL gemäss nationalem Sportanlagekonzept des Bundes (NASAK) um eine Sportanlage von nationaler Bedeutung handelt. Das Sportanlagenkonzept des Bundes stellt ein Konzept im Sinne von Art. 13 RPG dar und impliziert somit ein erhebliches öffentliches Interesse an der Sicherung des Bestandes sowie an der Weiterentwicklung dieser Sportanlage. Überdies kann ein öffentliches Interesse an der Realisierung der Rollskibahn auch aus den Zielsetzungen des kantonalen und eidgenössischen Sportförderungsgesetzes abgeleitet werden. Beide Gesetzesgrundlagen bezwecken die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen zur Förderung des leistungsorientierten Nachwuchssports und des Spitzensports. In diesem Sinne sind die geplanten Vorhaben bzw. die diesbezüglichen ortsplanerischen Anpassungen der vorliegenden Teilrevision von erheblichem öffentlichem Interesse. Die Interessensabwägung zwischen dem aus den Teilrevisionsinhalten entstehenden Mehrwert (für die Gemeinde, die Region, den Kanton und die Nation) und den Auswirkungen auf die Umwelt, welche soweit als möglich minimiert wurden, fällt somit zugunsten der Teilrevision aus.

Projekt Zeitplan
Der Projektplan sieht folgende Etappen in der Realisation der neuen Rollskibahn vor:

Bereinigung Mitwirkung

bis 18. März 2019

Gemeindebeschluss

bis 24. Mai 2019
Öffentliche Auflage (Beschwerdeauflage) bis 19. Juni 2019
Genehmigung Juli bis Dezember 2019
Baubewilligung-Gesuch Entwurf bis März 2019
Baubewilligung-Gesuch Ergänzung def. Linienführung Mai 2019
Sitzung mit USOS bis Anfang Juni 2019
Baubewilligung-Gesuch definitiv Juni 2019
Genehmigung Baubewilligung Juli bis Dezember 2019
Start Bau Erweiterung Rollskibahn Frühling 2020